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  Griechenland 2005
 

... oder die Suche nach dem griechischen Hirtenhund

 
   
   

In unserm Urlaub, einer Rundreise durch Griechenland, wollte ich natürlich auch den griechischen Hirtenhund sehen. Fündig wurden wir, wen wunderts, im Norden. Und zwar bei Zagoria, dem "Land hinter den Bergen" des Pindos Gebirges (Provinz Epirus, westlich von Makedonien). Es ist eine wilde und wunderschöne Berglandschaft, ideal für Wanderungen. Weniger Ideal für ein Wohnmobil, aber wir sind nicht steckengeblieben.

Hier habe ich ihn gefunden, den Hellenikos Poimenikos oder Pimenikos. Zumindest glaube ich ihn gefunden zu haben. Denn wenn man in den Rassebeschreibungen nachschaut, sofern man überhaupt fündig wird, merkt man schnell, dass niemand so genau weiss wie er aussieht. Die Suche nach den Spuren dieser alten Rasse gestaltete sich schwierig. In Griechenland selbst, wird der Hellenikos Poimenikos als selten beschrieben, ausserhalb Griechenland ist über ihn so gut wie nichts bekannt.
Da dieser Hirtenhund keinen FCI-Standard hat gibt es auch keine einheitliche Rassebeschreibung. Den Bauern und Hirten ist es egal, Hauptsache der Hund tut seine Arbeit. Wenn man das Verhältnis der Griechen zu Hunden kennt und erlebt hat, unter was für himmelschreienden Zuständen die Hunde oft gehalten werden, wundert es mich überhaupt nicht, dass diese ausgesprochen schönen Hunde, vor die Hunde gehen.

   
 
 

Der erste Kontakt war ein sehr grosser älterer Rüde.
Er war der Rudelführer und hatte als Einziger ein Stachelhalsband an. Ich habe versucht ihn von nah vor die Linse zu bekommen, hatte aber keine Chance. Der Schlaumeier hat mich im hügeligen Gelände richtig ausgetrickst. Und all zu nah heran habe ich mich bei ihm auch nicht getraut...

   
 
Aber schliesslich klappte es doch noch.
Hier zwei typische Vertreter des griechischen Hirtenhundes, wie ich sie wahrgenommen habe. Ich habe festgestellt, dass es offenbar zwei Schäge gibt, den braun-grau-weissen und den schwarz-weissen Hirtenhund. Der Schwarz-Weisse war immer kurzhaarig und der Braun-Weisse mittel- bis langhaarig.
Meist waren sie im Rudel von 5 bis 10 anzutreffen, was wohl auf die unkontrollierte Vermehrung zurückzuführen sein dürfte.
   
 
Hier habe ich mich mutig dem Rudel gestellt. Nach anfänglichem Misstrauen und etwas knurren hat sich dann vor allem die jüngere Generation sehr schnell mit mir angefreundet - und ich mich mit ihnen.
   
 
Die beiden waren sicher noch keine 8 Monate alt und total verschmust. Am liebsten hätte ich...tja, das muss ich wohl niemandem erklären!
   
  Ein Wanderhirte mit seiner Herde
 
   
 

An jeder Ecke gibt es Hirten-Utensilien zu kaufen. Dazu gehören auch die obligaten Stachelhalsbänder für Hirtenhunde.

Das linke Bild zeigt ein gegossenes Bronzehalsband, das Rechte Bild ein doppeltes Lederband, in das Stahlnägel eingelassen sind. Im Falle einer Attacke schützen diese Dinger sicher sehr effizient.

 

 

  Bruno mit Leo
   
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