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  Treffen vom 17. Oktober 04 beim Sigihof
   
 
 

 

 

Am 17. Oktober war es wieder einmal so weit. Die Maremmano Gemeinde fand sich zu ihrem 3. Treffen zusammen. Anhand der Rückmeldungen auf die Einladung rechnete ich ca. mit 10 bis 12 Hunden. Aber zuerst hiess es, den Parkplatz zu finden. Das Dorf hatte ziemlich enge Strässchen und machte einen ruhigen verschlafenen Eindruck, beinahe wähnte ich mich in den Abruzzen. Nach dem ich zum zweitenmal durch das Dorf gefahren war, dachte ich so für mich, ob ich mich mal wieder im Datum geirrt habe. Kein einziger weisser Hund weit und breit, nur eine schwarze Katze kreuzte meinen Weg - und erst noch von links nach rechts! Da, zu meiner Beruhigung, fuhr mir Gino entgegen, ebenfalls etwas ratlos. Wir fuhren ein kleines Strässchen weiter, und siehe da, ein Schild mit 'PP Sigihof' und ein paar bunte Ballons. Das hatte ich vorher nicht gesehen. Auf der Anhöhe, beim Schützenhaus standen jede Menge Autos, viele weisse Hunde und jede Menge Leute. Das haute mich fast um, mit so vielen hatte ich nicht gerechnet.

Nachdem man sich etwas umgesehen und miteinander bekannt gemacht hatte ging's los auf einen gemeinsamen Spaziergang. Ich freute mich ein paar alte Bekannte zu treffen und war natürlich auch neugierig auf die vielen neuen Besucher. Aber irgendwie habe ich bald den Überblick verloren. Insgesamt waren es über 20 Hunde und etwa 50 Personen. Die meisten kannte ich noch gar nicht. Franziska, vom Sigihof, hatte ihre Podhalaner Gemeinde organisiert, die auch zahlreich erschienen war. Auch ein Slovensky Cuvac war dabei (oder waren es sogar zwei ?). Wie auch immer, Karin und Franziska, die dieses Treffen organisiert hatten, haben grossartige Arbeit geleistet, ich war echt platt.

Leider konnte ich nicht mit allen sprechen, das war schade, ich hätte mich gerne um alle gekümmert. Aber ich denke, dass die Leute trotzdem ihren Spass hatten. Was mich besonders freute, war die Teilname von Dominique und Teresa mit Mira, die ich aufgepäppelt habe als Welpe. Sie hat sich zu einer prächtigen Hündin entwickelt. Ich habe mich auch gefreut Joschi wiederzusehen, den Rüden mit dem starken Überbiss aus dem Tierheim Turbenthal. Seine Angst vor Männern hat er immer noch nicht abgelegt. Hier muss noch einiges an Geduld und Arbeit aufgewendet werden.


Der Spaziergang fiel etwas kürzer als erwartet aus, da wir auch auf die Junghunde etwas Rücksicht nehmen mussten. Dafür konnten sich die Hunde im grossräumigen Gelände genügend austoben und die Leute in Ruhe ihre Erfahrungen austauschen. Wie immer an unsern Treffen verhielten sich die Hunde sehr gesittet.
Egal, ob ausgewachsene Tiere oder Junghunde, ob Maremmano, Podhalaner oder Cuvac, es gab keine Raufereien. Einige Rüden beschnupperten sich mit langen Hälsen und liessen sich aber in Ruhe. Jeder trottete seines Wegs und achtete darauf dem andern nicht in die Quere zu kommen. Erstaunlicherweise suchte sich nicht mal mein Leo ein Opfer zum streiten. Vermutlich war er von der Anzahl der Hunde etwas verwirrt. Sogar Tjango liess er in Ruhe, was etwas heissen will. Aber es könnte ja auch sein, dass meine Erziehungsmethoden langsam Früchte tragen.

Auch sonst gab es keine Probleme, obwohl wir an Kühen und Schafen vorbeispazierten. Nur gelegentlich quietschte einer, weil er einem Elektrozaun zu nahe kam. Selbst Jogger konnten ungehindert durch die Meute laufen. Als uns aber nach einer Kurve eine Spaziergängerin mit ihrem Golden Retriver entgegenkam. blieb diese wie angewurzelt stehen. Wir riefen zwar unsere Hunde vorsichtshalber ab, aber die gute Frau zog es dennoch vor, rechtsumkehrt zu machen und im Laufschritt den Rückzug anzutreten. Wer will es ihr verübeln?

Nach dem Spaziergang trafen sich alle im 'Rössli' zum Mittagessen. Wie immer auf dem Land gab es Portionen von denen ein Stadtmensch eine Woche leben könnte. Da die Maremmano Gesellschaft gleich das ganze Restaurant füllte, konnte man schon fast von einer geschlossenen Gesellschaft reden. Dementsprechend ungestört konnte man sich unterhalten über allerlei menschliches und hündisches. Nach dem Essen waren alle so rund und satt und zufrieden, dass man die Hunde allein noch etwas rennen lies und lieber zuschaute.

Ich möchte mich hier nochmals recht herzlich bei den Organisatorinnen, Karin und Franziska, bedanken. Ein weiteres Dankeschön richte ich an alle Teilnehmer dieses Treffens, besonders an diejenigen, die von etwas weiter her gekommen sind. Ich konnte immerhin ein deutsches und ein französisches Autokennzeichen ausmachen. Und ein zusätzliches Dankeschön an die Besitzer der Podhalaner und Cuvac, die unsere Gemeinschaft bereichert haben.

Bruno
 

 

 

 

 

 

Auf dem Sigihof

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