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Tiervermittlung bei Maremmano.ch
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Da das Angebot von Tiervermittlungen
sehr gross ist, soll hier nicht noch eine Konkurrenz stattfinden sondern
hauptsächlich eine Vermittlungshilfe, und zwar vorzugsweise im Bereich
Hirten- bzw. Herdenschutzhunde. Nur in Ausnahme- und Notfällen werden
hier auch andere Rassen vorgestellt. |
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Da
eine Vermittlung "auf Lebenszeit" angestrebt wird und aufgrund
der besonderen Merkmale der Hirtenhunde, wird hier besonders Wert darauf
gelegt, die Vorgeschichte der Hunde zu kennen, und ihre individuellen
Eigenschaften.
Aber nicht nur die Hunde, auch die zukünftigen Besitzer, werden
unter die Lupe genommen. Es gibt hier keine Vermittlung "um jeden
Preis", sondern es wird angestrebt, dass Herrchen und Hund zusammenpassen.
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Grundsätze der Vermittlung
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Sie möchten sich einen Herdenschutzhund zulegen |
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Bitte denken Sie über die folgenden Zeilen unbedingt nach. Die Entscheidung für einen Hund ist eine Entscheidung fürs Leben. Diese Entscheidung kann unter Umständen einschneidende Folgen für Sie haben und recht unbequem werden. Ich schreibe dies nicht, um aus dem Herdenschutzhund etwas besonders zu machen, sondern um Ihnen und dem Hund das Leben zu erleichtern.
Wenn Sie einen einfachen, gut erziehbaren Familienhund suchen sind Sie hier definitiv falsch. Herdenschutzhunde sind als Familienhunde nur bedingt geeignet. Herdenschutzhunde (zum Teil auch Hütehunde) wurden über Jahrtausende auf ein starkes Territorialverhalten gezüchtet und das ist auch heute noch genetisch verankert.
Hunde mit starkem Territorialverhalten stellen hohe Anforderungen an den Halter und sein Umfeld. Erziehung und Integration in die soziale Struktur erfordern sehr viel Zeit und Geduld. Glauben Sie ja nicht, dass Sie nach dem Besuch eines Junghundekurses oder eines Erziehungskurses alles im Griff haben. Das Territorial- und Schutzverhalten entwickelt sich oft erst im Alter von 2 bis 3 Jahren. Und bis zum Alter von 4 Jahren durchläuft der Herdenschutzhund etwa 3 massive "Pubertätsschübe" wobei er sich ziemlich verändern kann. |
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Anforderungen für zukünftige Halter |
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Die folgenden Anforderungen gelten eigentlich für alle Hundehalter, ganz besonders aber für Hirtenhunde. Die Anforderungen sollen verhindern, dass Hirtenhunde vermittelt werden,
die am Ende als Problemfälle im Tierheim landen oder sogar getötet werden
müssen. Die häufigsten Ursachen dafür sind, dass die Halter diese Hunde
vollkommen falsch einschätzen oder über ihr Wesen nicht Bescheid wissen,
weil sie nicht oder falsch informiert wurden. Oder noch schlimmer, dass
solche Tiere aus rein optischen Gründen angeschafft werden, weil sie edel
oder knuddelig aussehen und einen majestätischen Eindruck vermitteln (was
auch alles stimmt).
Die für mich wichtigsten Kriterien für die Vermittlung
eines Hirtenhundes (also auch für einen Maremmano) sind folgende: |
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- das Einverständnis der zukünftigen Halter für eine
Vorkontrolle sowie spätere Nachkontrollen, und dementsprechend
ein positiver Bescheid durch die Vorkontrolle.
- keine Angst zu haben vor grossen und ungestümen Hunden (das gilt
für alle Familienmitglieder)
- sich mit dem Wesen dieser Hunde zu beschäftigen, ihre Charaktereigenschaften
zu akzeptieren und zu akzeptieren was sie können und was nicht.
Kurz, sie müssen sich bewusst sein, dass diese Hunde etwas anders
funktionieren als andere Hunde (ausführliche Infos dazu im Artikel
"Der
Hirtenhund als Familienhund").
- Der zukünftige Halter muss dafür geeignet sein, dass der
Hund ihn als Rudelmitglied und Leittier akzeptiert. Er muss wissen wie
er den Hund in die Rangordnung einstufen kann und er muss über
die notwendige natürliche Autorität, Gelassenheit und Geduld
verfügen, am Hund auch in schwierigen Zeiten konsequent und mit
Verständnis zu arbeiten.
- die Bereitschaft, den Hund voll in die Familie zu integrieren bzw.
die Familie als Teil des Rudels zu machen.
- der zukünftige Halter sollte wissen, wie ein Hirtenhund sozialisiert
werden muss und warum.
- keine ausschliessliche Wohnungshaltung und keine ausschliessliche
Grundstückhaltung (d.h. ohne Zutritt zum Haus). Idealerweise sollte
ein Grundstück mit freien Auslauf vorhanden sein und der Hund freien
Zutritt in die Wohnung haben.
Falls dies nicht der Fall ist, muss gewährleistet sein, dass der
Hund genügend Auslauf und Beschäftigung bekommt und/oder die
Wohnung genügend gross ist. In diesem Fall kann aber nicht jeder
Hund vermittelt werden (Wesens- und Umfeldbedingt).
Ungeeignet sind zum Beispiel Stadtwohnungen oder Reihenhausiedlungen
mit Minigarten. Das territorialverhalten des Hirtenhundes würde
hier früher oder später Konflikte verursachen.
- Ständiger menschlicher Kontakt ist ein Muss, d.h. Arbeitstätige,
die den Hund regelmässig alleine lassen, kommen definitiv nicht
in Frage. Auch ist der Hirtenhund nicht geeignet um ihn an einen Arbeitsplatz
mitzunehmen oder stundelang mit Kindern allein zu lassen.
- der Wille mit dem Hund eine Welpenspielgruppe und/oder einen Erziehungskurs
zu besuchen, ihm ausreichend Zeit zu widmen und für Beschäftigung
zu sorgen.
- und Sie sollten Willens und Fähig sein, bezüglich Hundehaltung
und Erziehung permanent dazu zu lernen und sich nicht scheuen auch fremde
Hilfe anzunehmen.
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Zusätzliche Kriterien für
Erstbesitzer |
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Erstbesitzer sollten sich zusätzlich
über einiges bewusst sein, was eine Hundehaltung verlangt.
Das ist Hauptsächlich: |
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- stabile und geordnete Familienverhältnisse
- bei Mietwohnungen benötigen Sie das Einverständnis des Vermieters
- Akzeptanz im nachbarschaftlichen Umfeld
- gibt es Ängste, Vorbehalte oder Allergien im eigenen Haushalt
- gibt es eine Notfall Pflegestelle für Ferien oder längere
Abwesenheiten
- kann ich damit umgehen, wenn der Hund nicht meinen Idealbild entspricht
- wie hoch ist meine Toleranzgrenze bezüglich unvorhergesehenen Verhaltensweisen
und Schmutz
- bin ich mir über die laufenden Kosten bewusst (Futter, Tierarzt etc.)
- bin ich mir bewusst, dass ich diesem Hund 10 bis 15 Jahre lang ausreichend
Zeit widmen muss.
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Natürlich gehört noch eine Menge mehr zur Hundehaltung, aber
immerhin sind diese Kriterien eine gute Basis. Letztendlich kommt es auf die Konstellation Mensch - Hund an.
Es kommt auch immer wieder vor, dass bei Vorkontrollen negative Beurteilungen
erfolgen. Meistens sind diese klar begründet. Aber manchmal sagt
mir eine innere Stimme, dass Herr und Hund oder Hund und Umfeld nicht zusammenpassen.
Im Zweifelsfall höre ich auf diese Stimme.
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